Vom 21. bis 24. September 2026 fand das Kustodie-Kapitel der Schweizer Franziskaner in Näfels statt. Der österreichische Provinzial, Br. Fritz Wenigwieser, stand diesem Treffen von Amtes wegen vor.

Während vier Tagen wurden verschiedene Berichte behandelt und über Anträge diskutiert. Der Austausch war geprägt von den Themen der Ausbildung, der Stärkung der internationalen Verbundenheit und der Wichtigkeit auf neue Herausforderungen positiv zu antworten. So wurde entschieden, eine Spurgruppe einzusetzen, welche sich mit der Möglichkeit neuer Orte auseinandersetzt, ebenso wie das Bemühen, Brüder aus dem asiatischen Raum für einen Aufenthalt in der Schweiz zu gewinnen. 

Christian Welti, der reformierte Pfarrer des Grossmünster in Zürich, teilte in einem Input seine persönlichen Gedanken zu Franziskus als einem lebendigen Vorbild der Nachfolge Jesu und scheute sich nicht, ihn kritisch mit dem Reformator Zwingli zu vergleichen. 

Br. Christoph-Maria Hörtner wurde fast einstimmig für eine weitere Periode als Kustos bestätigt und betonte in der Abschlussmesse, wie wir als Einzelne und als Bruderschaft auf einem gemeinsamen Fundament aufbauen, jeder aber auch seine eigene biographische Prägung mitbringt und wie wir auch von Gott geformt werden. 

Br. Christoph-Maria wird in seiner Aufgabe von einem neu gewählten Kustodierat unterstützt, dem die Brüder Mauro Zannin, Raphael Fässler, Mathias Müller und Maximilian Blum angehören.

Das Kapitel, an dem fast alle Schweizer Franziskaner teilgenommen haben, von den 90-jährigen Senioren bis zu den jungen Brüdern in Ausbildung, war von einem sehr brüderlichen Geist erfüllt. Hoffnungsvoll schauen die Brüder in die Zukunft, voller Erwartung was Gott in den nächsten Jahren wirken wird