Spiritualität des Heiligen Bruno


Bruno der Kartäuser wurde um 1030 in Köln geboren und am 6. Oktober 1101 in Kalabrien, Italien, gestorben.

Meister Bruno, „ein Mann mit tiefgründigem Herzen“, ließ sich nachdem er lange die berühmte Kathedralschule von Reims geleitet hatte, im Jahre 1084 mit sechs Gefährten im Massiv von Chartreuse nieder. Hierdurch wollte er dem göttlichen Ruf entsprechen ein Leben ausschließlich für Gott allein zu führen, um im Westen den Geist der Wüstenväter wieder aufleben zu lassen. Er gründete ein weiteres Kloster in Kalabrien, wo er 1101 starb.

Als Urheber und Vorbild der Kartäuserberufung ist er der Gründervater des Kartäuserordens.

Jesus sagte: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich“ (Joh 14,6). Und: „Christus, das Wort des Vaters, hat schon immer durch den Heiligen Geist Menschen erwählt, um sie in die Einsamkeit zu führen und sie mit sich in inniger Liebe zu vereinen“ (Statuten 1.1). Auf diesen Ruf möchten die Kartäuser antworten, indem sie ihn besonders in seinem verborgenen Leben in Nazareth, in seinem Fasten in der Wüste, in seinem Gebet zum Vater allein auf dem Berg und in der vollkommenen Selbsthingabe nachahmen.

Dieser halberemitische Mönchsorden hat sich im Laufe der Zeit an anderen Orten und in anderen Ländern ausgebreitet. Er besteht aus einem männlichen und einem weiblichen Zweig. Heute zählt er einundzwanzig Klöster (16 Männer- und 5 Frauenklöster) in der Welt. Die Klöster sind durch die Liebe, die gleiche Lebensweise, das Generalkapitel (alle zwei Jahre) und regelmäßige kanonische Visitationen miteinander verbunden.

Seit mehr als neun Jahrhunderten sind alle seine Klöster ausschließlich dem kontemplativen Leben geweiht, ohne pastorale Aufgaben. Hier führen Mönche und Schwestern ein einsames Leben des Gebets im Herzen der Kirche.

Auf der Webseite des Kartäuserordens findest Du viele weitere Informationen.